
Datum: Montag, 19.01.2026, 18:30 Uhr
Ort: bUm Berlin – Raum für solidarisches Miteinander, Auditorium, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin
Am 19. Januar 2007 wurde der armenische Journalist Hrant Dink in Istanbul ermordet. Als Chefredakteur der zweisprachigen Wochenzeitung Agos thematisierte er unermüdlich die Verantwortung der Täterinnen des Völkermords an den Armenierinnen und setzte sich für eine Versöhnung zwischen armenischer und türkischer Gesellschaft ein. Gerade sein beharrlicher, dialogischer Journalismus machte ihn zu einer Stimme der Hoffnung – und zum Ziel jener, die diese Stimme zum Schweigen bringen wollten.
Neunzehn Jahre später erinnern wir in Berlin an Hrant Dinks Vermächtnis – an seine ethische Klarheit, seinen geduldigen Kampf und seinen integrativen Diskurs. Zugleich richten wir den Blick auf die Gegenwart: Wie kann Journalismus heute, unter Druck, Zensur, Desinformation und Einschüchterung, Räume für Wahrheit, Zeug*innenschaft und gesellschaftliche Verständigung offenhalten?
Im Zentrum des Abends steht ein Dialog über Journalismus in schwierigen Zeiten mit den Journalistinnen Gemma Terés Arilla und Ceyda Nurtsch. Gemeinsam sprechen wir über persönliche Erfahrungen, professionelle Verantwortung und praktische Strategien.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns Hrant Dink zu gedenken, sein Wirken in die Gegenwart zu übersetzen und gemeinsam über die Zukunft einer mutigen, verantwortungsvollen Öffentlichkeit nachzudenken.
Eintritt: frei | Anmeldung: https://forms.office.com/e/Vvnj5TQCjK (Registrierung am Eingang ist auch möglich)
Sprache: Deutsch (teilweise mit Simultandolmetschen aus dem Türkischen ins Deutsche)
Barrierefreiheit: Barrierefreier Eingang/Zugang ist möglich
Programm:
Video-Interview von Gemma Terés Arilla mit Hrant Dink
Diskussion mit Gemma Terés Arilla und Ceyda Nurtsch über Hrant Dink, sein Vermächtnis und Journalismus in schwierigen Zeiten
Übertragung der Gedenkrede aus Istanbul Agos-Gebäude auf Türkisch mit simultan Übersetzung ins Deutsche
Musikperformance von Deniz Mahir Kartal und Mikail Yakut
Organisiert von AKEBI e.V.
AktivistInnenvereinigung gegen Rassismus, Nationalismus und Diskriminierung
Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms.

