Türk ve Kürt solunda Ermeni Soykırımı algısı

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Türkiye’de solu oluşturan kesimler, cumhuriyetin kuruluşunu genellikle Osmanlı Devleti’nden siyasal bir kopuş, anti-emperyalist bir devrim olarak tanımlayageldi. Bu çerçevede 1915 Ermeni Soykırımı ya sessizlikle geçiştirildi ya da “emperyalizmin Anadolu’daki oyunları”, yahut “Ermenilerin emperyalistlerle işbirliği” gibi soykırımı meşrulaştıran ve toplumsal yüzleşmenin kapısını kapatan argümanlar temelinde ifade edildi.

Oysaki İttihatçı gelenekle Türkiye Cumhuriyeti’ni oluşturan zihniyet, ulus devlet inşası bakımından bir devamlılığı ifade ediyor.

Ermeni Soykırımı’nı planlayıp uygulayan zihniyeti, 1934 Trakya Olayları’nda, Kürt İsyanları’nın kanla bastırılmasında ve 1955’teki 6-7 Eylül Olayları’nda da görmek mümkün.

Günümüzde Türk ve Kürt solunda Ermeni Soykırımı’na yaklaşım, son dönemde yapılan çalışmalarla önemli ölçüde farklılaşmış durumda. Sorumluluğunu halklar arasına duvar örmek değil, halkları birbiriyle yakınlaştırıp demokratik temelde buluşturmak şeklinde ifade eden eğilim giderek güçleniyor. Ancak buna rağmen, İstanbul’daki Ermeni Soykırımı anmalarını protesto eden tek grup, yine kendisini ‘sol’ olarak tanımlayan bir örgüt.

Bu toplantıda, “Ermeni Ulusal Demokratik Hareketi ve 1915 Soykırımı” kitabının yazarı Recep Maraşlı ve Rosa Luxemburg Vakfı Türkiye Temsilcisi Kadriye Karci ile Türk ve Kürt solunda Ermeni Soykırımı algısını kendi tarihselliği içinde irdeleyeceğiz. Amacımız bu algıyı yaratan siyasi nedenleri eleştirel bir biçimde ele alıp, solun kendi geçmişiyle yüzleşmesine bir katkı sunabilmek.

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akebi_turk-kurt-solu_2014dez11_v1Die Wahrnehmung des armenischen Völkermordes innerhalb der türkischen und kurdischen Linken

Die Gründung der türkischen Republik wurde und wird oftmals in der türkischen Linken als ein politischer Bruch mit dem Osmanischen Reich gesehen; als eine Art antiimperialistische Revolution. In diesem Zusammenhang wird der Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 entweder verschwiegen und übergangen oder als “eine imperialistische Intervention in Anatolien” bzw. als “Kooperation der Armenier mit den Imperialisten” dargestellt. Durch jene Rezeptionsweise wurde und wird nicht nur der Völkermord an sich legitimiert, sondern auch die Tür zur gesellschaftlichen Verantwortung und Vergangenheitsaufarbeitung komplett verschlossen. Jene Art der Geschichtsdeutung knüpft (teilweise) an den weitverbreiteten Gründungsmythos der türkischen Republik an. So war die Idee eines “einheitlichen” Nationalstaates, was vor allem eine “ethnische Einheit” bedeutete, von Beginn an ein Grundpfeiler der neugegründeten türkischen Republik sowie des İttihat ve Terakki Cemiyeti (Komitee für Einheit und Fortschritt) und diente als ideologische Basis für den armenischen Völkermord, bei den Progromen in den Jahren 1934 in Thrakien, bei den blutigen Niederschlagungen der kurdischen Aufstände, sowie bei den Programen am 6.und 7. September 1955 gegen die griechische Bevölkerung in Istanbul. Doch Veränderungen werden zunehmend sichtbar. Eine Annäherung und veränderte Haltungen innerhalb der türkischen und kurdischen Linken bezüglich des armenischen Völkermordes hat, auch dank neuerer Studien und Arbeiten, stattgefunden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Geschichte wird zunehmend forciert und gestärkt: Anstatt künstliche Mauern aufzubauen, gewinnt die Idee, dass Menschen auf demokratischer Grundlage zusammenleben können und sollten mehr und mehr an Bedeutung. Trotz dieser positiven Entwicklungen, so gibt es noch viel zutun. Definiert sich doch beispielweise die einzige Gruppierung, die jedes Jahr gegen das Gedenken an den armenischen Völkermord in Istanbul protestiert als (vermeintlich) “links”.

Bei dieser Veranstaltung werden wir daher zusammen mit Recep Maraşlı , Autor des Buches “Armenian National Democratic Movement und der Völkermord 1915” und Kadriye Karcı von der Rosa Luxemburg Stiftung, die Wahrnehmung des armenischen Völkermords aus Sicht der türkischen und kurdischen Linken, sowie aus ihrer eigenen Geschichte heraus, betrachten. Unser Ziel ist es, diese linke(n) Wahrnehmung(en) und die politischen Ideen und Bewegunggründe dahinter kritisch zu analysieren und damit einen Beitrag zu ihrer Vergangenheitsaufarbeitung zu leisten.

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