Das AKEBI‑Projekt „Raum einnehmen“ stärkt Migrant*innen in Berlin, fördert ihre Teilhabe und erhöht ihre Sichtbarkeit. Durch Vernetzung migrantischer Selbstorganisationen, Kooperationen (u. a. Kotti e.V., Museum Charlottenburg‑Wilmersdorf) sowie Workshops, Gedenkveranstaltungen und Paneldiskussionen entstehen intergenerationeller Dialog und messbare Wirkung.
Partner Organisationen:
Kotti e.V.
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
Gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms.
Projektkonzept
Migration ist ein kontinuierliches Phänomen in Deutschland und Berlin, geprägt durch strukturelle und gesellschaftliche Entwicklungen. Jedes Jahr bereichern Migrant*innen und Geflüchtete die Stadt in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Dennoch bleibt ihre Sichtbarkeit unzureichend, bedingt durch systematische Diskriminierung, Ausgrenzung und migrationskritische Narrative.
Seit 2014 arbeitet AKEBI mit Migrant*innen und Menschen mit Migrationsgeschichte und hat dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Neben der türkischen Community konnten wir enge Kooperationen mit anderen migrantischen Gruppen in Berlin aufbauen, darunter die kurdische und armenische Gemeinschaft. Dadurch hat sich ein weitreichendes Netzwerk entwickelt, das effektive Zugangswege zur migrantischen Community in Berlin schafft.
Unsere vorrangige Zielgruppe umfasst Migrant*innen, Angehörige von Familien mit Migrationserfahrungen, migrantische Selbstorganisationen und Geflüchtete in Berlin. Im Projekt werden verschiedene Generationen innerhalb dieser Gruppen angesprochen, um sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in ihren Migrationserfahrungen zu berücksichtigen. Neben unserem eigenen Netzwerk unterstützt uns Kotti e.V., ein Partner mit fast 40 Jahren Erfahrung in der migrantischen Community, bei der direkten Ansprache der Zielgruppen. Zusätzlich planen wir eine verstärkte Zusammenarbeit mit Institutionen, insbesondere mit Bezirksmuseen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir mit dem Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zusammen, um dessen Expertise und Netzwerk für das Projekt zu nutzen.
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Stärkung von Migrant*innen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe, die in Berlin leben, sowie die Unterstützung ihrer Rolle im Kampf gegen diskriminierende Praktiken. Das Projekt setzt sich dafür ein, dass Migrant*innen nicht nur als passive Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen werden, sondern als handelnde Akteur*innen, die aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen und ihre Rechte einfordern.
Dieses Hauptziel soll durch die folgenden konkreten Unterziele erreicht werden:
1. Stärkung der demokratischen Teilhabe und einer antirassistischen Haltung: In der postmigrantischen Gesellschaft Berlins müssen Migrant*innen und Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung in ihrer Selbstbestimmung gefördert werden. Das Projekt unterstützt sie dabei, ihre eigene Geschichte zu reflektieren, eine gemeinsame Erinnerungskultur aufzubauen und ihre Stimme gegen Rassismus zu erheben.
2. Förderung der Zusammenarbeit zwischen migrantischen Selbstorganisationen: Migrantische Organisationen spielen eine zentrale Rolle in der sozialen und politischen Landschaft der Stadt. Das Projekt trägt dazu bei, Kooperationen zu intensivieren, gemeinsame Strategien zu entwickeln und den Austausch zu stärken um so ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
3. Verstärkung der Partnerschaften mit öffentlichen Institutionen: Migration ist ein prägender Bestandteil der Stadtgeschichte Berlins. Das Projekt fördert die Zusammenarbeit zwischen migrantischen Organisationen und Institutionen wie Bezirksmuseen und anderen relevanten Akteuren. Ziel ist es, das Wissen über Migration als integralen Bestandteil der Stadtgeschichte zu verankern und den Zugang zu Ressourcen und Netzwerken für migrantische Communities zu verbessern.
4. Vertiefung des intergenerationellen Dialogs und der Sichtbarkeit von Migrant*innen: Die Begegnung verschiedener Generationen innerhalb migrantischer Communities ist entscheidend für eine lebendige Stadtgesellschaft. Das Projekt schafft Räume für Austausch und Aktivitäten, um gegenseitiges Lernen und Empowerment zu fördern. Gleichzeitig werden Best Practices migrantischer Organisationen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Mit diesen Maßnahmen soll das Projekt zu einer inklusiveren und stärker vernetzten Gesellschaft beitragen, in der Migrant*innen aktiv ihre Zukunft mitgestalten.

